Fahrbericht Infiniti m35h (Y51) /Q70: Reinsetzen und nie wieder aussteigen

Infiniti m35h / Q70 (Y51) 2013 Grau: Teaser Seitenansicht Zuerst ein paar Worte zur Nomenklatur, denn die Überschrift dürfte für Laien die wohl undurchschaubarste meiner Blog-Geschichte sein. Infiniti hat vor kurzem die Bezeichnung der angebotenen Modelle radikal geändert. Der von mir bereits getestete FX50s wurde zum QX70, der G wurde zum Q60 und der hier und jetzt von mir vorgestellte m35h wurde zum Q70. Kurz zusammengefasst: Alle Buchstaben wurden durch das Q ersetzt, für die SUVs gibt’s hinter das Q noch ein X und bei allen Fahrzeugen dahinter eine zweistellige Ziffer, die den Rang im Produktportfolio darstellt. Damit sollen die Modelle besser einzuordnen sein und die Kunden nicht unnötig verwirrt werden. Der QX70 stellt somit nämlich zum SUV-Derivat des Q70 dar und der QX50 die geländegängige Variante des – ihr könnt es euch denken – Q50. Tatsächlich ist das neue Bezeichnungsschema eingängiger, allerdings haben wir aufgrund dieses krassen Bruchs jetzt vorerst das Nachsehen. Und die Fahrberichte zu den Fahrzeugen werden dadurch im Internet auch nicht besser auffindbar.

Premiere des neuen Ford Mustang Fastback/Cabrio 2014/2015 – Ponycar Reloaded

Ford Mustang 2014 Rot Linke Seite und Heck: Teaser

Da ist er nun also. Der grundlegend neue Ford Mustang. Europäisiert, globalisiert und überall verfügbar – inklusive Deutschland. Auch bei mir als absoluter Mustang-Fan kamen in den vergangenen Monaten Ängste auf, dass erstens der Mustang dadurch nicht mehr so schön exklusiv sein wird und zweitens das Design vollkommen verwaschen wird. Zu kantig und zu Grobschlächtig ist der bisherige Mustang für den europäischen Geschmack. Dass genau dieser Grundlegend andere Ansatz des Ponycars seinen Ruf und seinen Reiz in Europa ausmacht, das könnten den Controlling-Freaks ja verborgen bleiben. Und gnade uns Gott wenn das passiert.

Fahrevent: Mercedes-Benz E63 AMG – Barcelona, meine Teure

Mercedes E63 AMG S-Modell 4MATIC T-Modell 2013 - Grau - Barcelona: Teaser

DISCLOSURE:
Ich wurde von Mercedes-Benz nach Barcelona, Spanien, eingeladen, um die neue E-Klasse kennenzulernen. Anreise, Verpflegung und Unterkunft wurden von Mercedes übernommen.

Barcelona, meine Teure, ich möchte dir den neuen E63 AMG vorstellen. Sohn aus gutem Hause, wohlerzogen, sportlich. Genau der Richtige, um deinem Temperament etwas entgegenzusetzen. Nochmals leicht verfeinert als S-Modell (585PS) und erstmals mit Allradantrieb 4Matic. Ihr werdet euch lieben…

Fahrbericht Suzuki Swift Sport 1.6: Tugenden aus der guten alten Zeit

Suzuki Swift Sport 1.6 2013 Anthrazit: Teaser Front

Dieser Effekt ist immer wieder schön. Und es ist schön zu sehen, dass man immer wieder dieses Gefühl haben kann. Das Gefühl von etwas Vertrautem. Das Gefühl, am richtigen Platz zu sein. Bei Kleidung gibt es das auch. Mancher Pulli sieht einfach komisch an einem aus oder fühlt sich falsch an. Ohne dass man es unbedingt erklären könnte. Doch dann findet man ihn. Den einen Pulli, der scheinbar für einen selbst gemacht wurde. Obwohl es keine Maßfertigung ist und obwohl viele tausende andere Menschen den gleichen (hoffentlich nicht denselben) Pulli ebenfalls tragen werden. Der Suzuki Swift Sport ist einer dieser Pullis. Verzeihung – eines dieser Autos.

Fahrbericht Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D+ Edition “35 Jahre”: Einer für alle

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Teaser

Der Lancer dürfte Autokennern vor allem aus einem Grund ein Begriff sein: Die Rallyevariante Evo kämpfte Jahrelang mit dem Subaru Impreza WRX um die Rallye-Krone. Dasselbe war auch auf der Straße möglich, weil beide Hersteller diese kompromisslosen Fahrzeuge als straßenzugelassene Varianten der Serienfahrzeuge anboten.
Doch um den Evo geht es hier nicht. Erst im November…… Hier geht es um das kostengünstige Basisfahrzeug, das vor allem viel Raum bietet. Genauer gesagt um die Lancer Sportlimousine (Stufenheck also) in der Sonderedition “35 Jahre”.

Ich kann ja nicht immer nur für den durchschnittlichen Leser sowieso unerschwingliche Fahrzeuge testen. Klar liest man gerne (und sieht sich gerne Bilder an) von einem CLS oder anderen Premiumfahrzeugen. Aber es soll da draußen noch Leute geben, die ein Auto suchen, dass sie sich leisten können (nicht etwa Leasing mit anschließender Rückgabe) und das im Alltag alle auferlegten Arbeiten meistert. Also gehe ich mal einen neuen Weg und werde den Lancer so beschreiben und auf die Dinge eingehen, die für solche Kaufinteressenten entscheidend sind.

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Front Scheinwerfer Detailaufnahme

Design

Loben muss man den Lancer für die sportliche, kantige Schnauze. Sie sorgt dafür, dass der ansonsten eher klassische Lancer sich im Straßenbild von vergleichbaren Fahrzeugen abhebt und seine Selbstständigkeit bewahrt. Entscheidend ist bei einem Fahrzeug, dass einen hohen Absatz erzielen soll nämlich, dass es den Geschmack möglichst vieler trifft. Man denke an den VW Golf. Den Lancer wird immerhin im Rückspiegel jeder als Lancer erkennen und das ist gut so.

 

Innenraum

Die Ausstattung der Sonderedition umfasst schwarze Stoffsitze, die für meinen Geschmack etwas zu weich sind. Die Übersichtlichkeit und die Bedienung ist perfekt, sie gibt keine Rätsel auf. Komfortfeatures wie die Klimaanlage, Sitzheizung, USB-Anschluss für Musik werten den Innenraum zusätzlich auf. Ein abschaltbarer Airbag auf der Beifahrerseite und Isofix-Befestigung für Kindersitze sind natürlich auch an Bord. Einzig, dass der Lancer bei jeder Betätigung einer Funktion laut piept, ist etwas nervig. Besonders wenn hinten ein kleines Kind schläft. Ansonsten sitzen problemlos vier Erwachsene auch auf langer Strecke bequem im Lancer. Das viele Gepäck, das vier Erwachsene so dabeihaben, passt auch in den großen Kofferraum. Er ist schön hoch und wird kaum durch Karosserieteile wie beispielsweise bei anderen Fahrzeugen die Radkästen in seinen Innenmaßen reduziert. Bei Bedarf lassen sich natürlich die Rücksitze umlegen.

 

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Aussenansicht von hinten links, dynamisch

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Aussenansicht Heck mit Emblem und Rückfahrkamera

 

Besonderes Komfortfeature ist auf jeden Fall die Rückfahrkamera mit einem in den Rückspiegel integrierten, knackig scharfen Display. So stellt auch das Rangieren kein Problem dar. Der Lancer fühlt sich, wenn man ihn fährt, aber sowieso kompakter an als er tatsächlich ist und vermittelt immer das Gefühl, dass man sich vor keiner Verkehrsherausforderung scheuen muss.

 

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Aussenansicht Front und Seite

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Aussenansicht Front dynamisch vorne links, Felge

 

Motor/Fahrwerk/Lenkung

Auch wenn der Lancer für den durchschnittlichen Fahrer ausgelegt ist, lasse ich es mir nicht nehmen, das Gaspedal auch mal kräftiger zu streicheln. Zu allererst ist man überrascht, wieviel Power der kleine Diesel im Lancer doch hat. Die Probleme, die man mit schwachen Kleinwagen auf der Autobahn hat – dass nämlich Überholmanöver zu einem Geduldsspiel werden – braucht man nicht zu fürchten: Selbst jenseits der 100 km/h besitzt der 1.8 Liter Turbo-Diesel eine hohe Elastizität. Mehr Leistung braucht man auf deutschen Straßen nicht. Einziger Wermutstropfen: Der Turbo tritt ab ca 1800 Umdrehungen gnadenlos und schlagartig in Kraft. Dadurch hat man während dem Beschleunigen beim Überschreiten der 1800 Touren immer diesen einen Moment, in dem der Lancer plötzlich an den Vorderrädern scharrt und versucht, die Kraft des Dieselmotors zu bändigen. An der Lenkung ist das stark zu spüren. Legt man nicht gerade einen Kavalierstart hin, ist dieses Problem aber belanglos.

 

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Innenraum mit Cockpit durch Beifahrerfenster

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Innenraum hintere Sitzreihe, Fond

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Innenraum Kofferraum mit E-Gitarre

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Innenraum Display im Rückspiegel für Rückfahrkamera

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Innenraum Mitelkonsole Klavierlack schwarz

 

Was bleibt hängen?

Zu allererst muss man sich vergegenwärtigen, dass man den Lancer so wie er hier gezeigt wird mit ein wenig Handeln mit Sicherheit für gut 17 bis 18000 Euro beim Händler bekommt. Als Neufahrzeug. Wenn man sich dann überlegt, dass man dafür eine vollwertige Limousine ersteht – ein Auto also, mit dem man auch lange Strecken komfortabel zurücklegen kann – und keinen Kleinwagen, so bietet Mitsubishi mit der Lancer Sportlimousine durchaus ein attraktives Gesamtpackage. Denn dabei muss man nicht einmal auf aktuelle elektronische Helferlein verzichten. Ich bin mit ihm alleine an einem Wochenende 1400km gefahren. Ohne am Ende vor Anstrengung umzukippen oder Kopfschmerzen zu haben. Ohne auf der Autobahn ständig in den Rückspiegel blicken zu müssen. Und mit einem sicheren Gefühl. Was will man von einem Auto mehr?

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Review Urteil Bewertung Testresultat