Fahrbericht Mitsubishi Lancer Evo X: Mein Evo-Mixtape

Mitsubishi Lancer Evolution X 2013 weiss: Teaser

Hand hoch, wer sich noch an Kasetten erinnern kann. MCs. Die Dinger, die man in der Mitte eines Albums wenden musste um die zweite Hälfte zu hören. Ich hatte irgendwann dann einen Kasettenplayer der die B-Side wiedergeben konnte, indem er rückwärts spielte. Trotzdem gab es diese Momente beim ersten Hören einer Kasette. Da hörte man die erste Seite und dachte sich am Ende vielleicht: “Hmm… haut mich nicht von den Socken.” Aber man hatte noch die zweite Seite, auf der alles anders kommen konnte. Vorfreude auf die B-Side. Daran musste ich denken, als ich den Lancer Evo X zwei Wochen getestet habe. Meine Erfahrungen mit ihm waren ähnlich wie mit einer solchen Kasette. Höchst analog und die Überraschungen kamen erst auf der B-Side.

A-Side: Ernüchterung
B-Side: Begeisterung

Im Bloglight Dezember 2012: Mitsubishi

Mitsubishi Bloglight Dezember 2012

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir Autoblogger stellen zum letzten Mal dieses Jahr einen Hersteller ins Bloglight. Dieser Hersteller ist diesmal Mitsubishi. Ähnlich wie auch mit den anderen Importeuren ist der Umgang deutlich einfacher als beispielsweise mit den deutschen Premium-Herstellern – mit Ausnahme von Mercedes und evtl. Porsche. Bei Mitsubishi stoßen Blogger mit ihren Ideen und Anfragen schnell auf offene Ohren – so können wir uns jederzeit auf die Marke mit dem Diamanten verlassen.

Leider war es mir nicht vergönnt, euch dieses Jahr einen Fahrbericht vom Lancer Evo zu bieten – das geplante Testfahrzeug hat zu früh sein Leben ausgehaucht. Doch Anfang 2013 wird es so weit sein und ich freue mich jetzt schon, euch ein sportliches Fahrzeug näher bringen zu können, dass uns so seit meiner Kindheit begleitet. Als Rallye-Derivat, als Porsche Killer und als Familienkutsche mit monströsem Auftreten.

Mitsubishi zählt zu den asiatischen Automarken, die nach wie vor hier in Deutschland völlig unterschätzt werden. Sie bieten bezahlbare Fahrzeuge mit einer sehr hohen Zuverlässigkeit, sind also was Preis/Leistung angeht kaum zu schlagen. Ich kann nur jedem interessierten Autokäufer raten, sich auch mal japanische bzw, asiatische Autos genauer anzusehen. Ob es nun Honda, Nissan oder eben Mitsubishi  ist.

Ich danke allen Mitarbeitern von Mitsubishi Deutschland für die angenehme Zusammenarbeit.

Fahrbericht Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle: Sparsames Raumwunder

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Teaser

Am Wochenende gab es den perfekten Alltagstest für den Mitsubishi ASX. Alles war dabei: Ladekapazität beweisen, Langstrecke fahren, Spritsparen, durch Matsch und Pfützen, bei Nacht und Wind.

Anders als beim Mitsubishi Lancer möchte ich euch diesmal nicht einen eher klassischen Testbericht präsentieren, sondern – was mir doch deutlich besser liegt – wieder eine kleine Story zum Fahrzeug.

Die Rahmenbedingungen

Geplant war vergangenen Samstag Abends ein Auftritt meiner Band “Second Horizon” bei einem kleinen privaten Open-Air Festival mit knapp 200 Besuchern, bekannt als “Rock am Stock”. Das findet aber gute 80km entfernt von unserer Basisstation Köln statt. Mitten auf dem Land. Weit weg vom Stadtverkehr. Unser Equipment musste dort natürlich auch hin. Hey, für sowas ist der ASX doch wie geschaffen!

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Kofferraum Beladung Orange-Amp

Einladen

Die Karosserievariante des ASX legt schon direkt nahe, dass einiges reinpasst. Die geteilte Rückbank lässt sich bei Wunsch umlegen und verwandelt den ASX so in einen Beladungsprofi. Ohne auf die Rücksitze zu verzichten, hat man aufgrund der hohen Karosserieform immernoch recht ordentlich Platz. Allerdings täuscht man sich schnell, wenn man die gesamte Stellfläche bis unter das Dach voll stellt. Denn die Heckklappe hat die eine oder andere Wölbung und geht dann nicht mehr zu. Beim Beladen muss man tatsächlich auf die Gummidichtungen achten, an denen man den Verlauf der Heckklappe ablesen kann. Trotzdem passt mal eben eine 2×12″ Gitarrenbox, zwei Top-Teile und noch einiges mehr ganz problemlos rein. Mitfahren können dann immernoch 5 Personen. Hat man tatsächlich bis unter das Dach geladen, darf sich der Fahrer über eine Rückfahrkamera freuen, die den Blick nach hinten quasi überflüssig macht. Respekt!

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Aussen, Front Xenonscheinwerfer bei Regen

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Aussen, Heckansicht

Fahren und Sparen

Zu erst geht es auf die Autobahn. 80km so ziemlich geradeaus. Der Diesel beschleunigt ohne den Wunsch nach mehr Leistung bei mir zu wecken auf die Reisegeschwindigkeit. Tempomat an, Vorderradantrieb statt Allradantrieb ausgewählt, und der Durchschnittsverbrauchsanzeige dabei zusehen, wie sie kontinuierlich nach unten geht. 5,2 Liter Diesel auf 100km war mein persönlicher Rekord. (Björn Habegger hat sogar 3,8 Liter geschafft) Und das ohne bewusst träge oder sparsam zu fahren. Für ein Fahrzeug dieses Formats wirklich ein ordentlicher Wert! Der Verbrauch hat mich beim ASX am meisten überrascht. Man muss dabei weder auf Komfort oder Leistung verzichten. Keiner kann mir erzählen, dass der ASX mehr Leistung (bzw. genauer gesagt Drehmoment) bräuchte. Einzig das deutliche Turboloch, wie auch schon beim Lancer SL mit gleicher Motorisierung, stört mich. Aber durch den zuschaltbaren Allradantrieb merkt man davon nichts mehr an der Lenkung.

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Aussen, Dynamische Ansicht der Front von oben

Die angenehmen Seiten der Reise

Bei eingeschaltetem Tempomat muss man ja nicht mehr viel anderes machen, als ab und an nach vorne zu blicken. Ansonsten kann man sich auf die anderen Features konzentrieren: Ledersitze mit Kontrastnähten und Sitzheizung, ein durchdachtes, sofort verständliches Bedienkonzept, gute Rundumsicht und noch zwei Dinge: Erstens eine Anlage, die ordentlich aufspielt (Rockford Fosgate) und wirklich Metal-Kompatibel ist. Mit getrennt einstellbarem Kick für den Bass-Woofer im Kofferraum. Das alles einstellbar über einen großen Touchscreen, der einen mit gut verständlichen Buttonbeschriftungen durch die Menüstruktur jagt. (Zum Fahrzeug passender Song rechts)

Übrigens ist das Navi auch spitze: Die Kartendarstellung ermöglicht es tatsächlich, auch ohne eine Route anzugeben, von Punkt A nach B zu finden. Die Übersichtlichkeit und Farbgebung ist so gut, dass man sich allein durch ein wenig rein- und rauszoomen eine gewünschte Straße merken und diese dann abfahren kann. Wie früher mit der Falk-Karte auf dem Lenkrad! Wann braucht man sowas? Stau auf der Autobahn, nix geht mehr. Also anders fahren. Und ich will weder, dass Autobahn bei der Routenplanung vermieden wird, noch dass eine bestimmte größere Straße bevorzugt wird. Also Köln Stadmitte durch rauszoomen anpeilen und ein paar wichtige Straßenkreuzungen auf dem Weg dort hin merken. Danach nach Lust und Laune ans Ziel fahren. Ohne dass das Navi vorgibt, was die “schnellste” oder “kürzeste” Route sein könnte.

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Aussen, Nebelscheinwerfer Design Detail

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Aussen, Front angeschnitten, Regen

Aber wir haben zweitens vergessen. Das wäre dieses riesige Panoramaglasdach! Gewaltiger “Wow” Effekt. Ich beschreibe euch mal meinen “Wow”-Effekt bei der ersten Begegnung:
Ich bin in den ASX eingestiegen. Tiefgarage. Da erblicke ich die orangene “Mood”-Beleuchtung am Dachhimmel. Sehr schön! Zwei Lichtstreifen, die bis nach hinten durchgehen. In 3 Stufen einstellbar. Danach wundere ich mich über die Segmentierung des Dachhimmels. “Da muss mehr sein!”, denke ich mir. Schalter gesucht und gedrückt. Es surrt ganz leise und der Dachhimmel fährt nach hinten. Langsam, pompös. Fehlen nur die Pauken und Trompeten, die diesen Vorgang begleiten. Dahinter erblicke ich Glas. Und mehr Glas! Und noch mehr Glas! Es hört gar nicht mehr auf…
Natürlich ist dies kein essentieller Bestandteil des Autos. Doch es macht den Innenraum extrem hell und dadurch zu einer Oase des Wohlfühlens. An sowas habe ich Freude. Genau aus dem Grund habe ich auch jedesmal den Dachhimmel wieder verschlossen, bevor ich jemandem anderen das Auto gezeigt habe: “und jeeeetzt: Kuck mal nach oben!”

Kurzum: Der Weg zum Gig war sowohl entspannt, hell, mit passender Musikuntermalung, als auch kostengünstig. Was will man mehr?

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Innen, Panoramaglasdach geöffnet/geschlossen

Jetzt geht’s in die Wildniss

Am Ort des Gigs angekommen erwartet uns eine von tiefen Gruben und mit Wasser gefüllten Löchern geplagte Erdstraße. Direkt an der Halle. Ohne Wendemöglichkeiten. Na, zum Glück haben wir ja 4-Rad-Antrieb und genug Bodenfreiheit! ..denke ich mir.
Ich kann nicht anders: Vielleicht übertreibe ich an dieser Stelle ein wenig. Ja, auch ein Golf kommt problemlos über den Erdweg und die Löcher sind bestimmt nicht tiefer als ein oder zwei Zentimeter. Es sind auch nur knapp 100 Meter die zurückzulegen sind. Aber wenn man ein geländefähiges Fahrzeug fährt (so würde ich SUVs und Crossovers nennen), dann sieht man gerne überall Hindernisse, die sonst keiner überwinden kann.
Jedenfalls: Kurz überlege ich mit einem Besenstiehl auszusteigen und die Tiefe der Wasserlöcher zu testen, wie man das im Gelände so macht. Ich blicke auf die kurvige, lange, gefährliche Geländestrecke, die vor mir liegt und fasse einen Entschluss: Ich wage es! Es ist keine Zeit für Sicherheiten. Hinter mir wartet ein Opel Corsa. Der will auch rein.
Allradantrieb einschalten und los geht’s. Erster Gang. Wir passieren das erste tiefe Wasserloch. Man merkt kaum etwas. 11 Sekunden später sind wir am Ziel. Was für eine Strecke!
Kurzum: Die 1% “geländeartige” Strecke, die ein durchschnittlicher SUV über seine Gesamtlaufleistung erleben wird, stellen auch für den ASX absolut kein Problem dar. Im Winter ist der Allradantrieb mit Sicherheit auch ein großes Plus. Außerdem sagte Melegim zu mir, dass sie lieber immer mit Allrad fährt, weil sie meint: “Vorderradantrieb geht gar nicht”. Meine Frau weiss eben worauf es ankommt.

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Innen, Cockpit, Armaturen und Mittelkonsole

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Innen, Schaltknauf und Allrad-Wählrad

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Innen, Beleuchtung Dachhimmel in Orange

Schlussworte

Nach dem Ausladen musste der ASX rückwärts den Weg entlang manövriert werden. So eine Kamera ist dann eben schon was Tolles. Ohne diese hätte ich wohl auf einen Einweiser nicht verzichtet. Links und rechts parkende Autos, ein schmales Tor, das zu passieren ist. Die Kamera zeigt selbst bei Nacht noch ein gutes Bild und macht den Umgang mit dem ASX zum Kinderspiel. Auch wenn er eigentlich nicht sonderlich groß ist: Von Innen fühlt er sich sehr viel größer an. Warum die Aussenspiegel nicht asphärisch sind, um auch den toten Winkel sehen zu können, kann ich leider nicht beantworten.

Für knapp 32.000 Euro (im Internet auch ab gut 26.000 Euro) erhält man einen voll ausgestatteten ASX mit sparsamem Dieselmotor und tollem Platzangebot. Wenn Crossover bzw. SUVs euer Ding sind und ihr nach einem zuverlässigen, bezahlbaren Exemplar auf der Suche seid, seht ihn euch mal genauer an!

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Testurteil, Bewertung

Mitsubishi ASX 1.8 DI-D 4WD Instyle 2012: Aussen, Aggressive Front, Xenonscheinwerfer, Kühlergrill

Testberichte meiner geschätzten Kollegen zum ASX:

Fahrbericht Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D+ Edition “35 Jahre”: Einer für alle

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Teaser

Der Lancer dürfte Autokennern vor allem aus einem Grund ein Begriff sein: Die Rallyevariante Evo kämpfte Jahrelang mit dem Subaru Impreza WRX um die Rallye-Krone. Dasselbe war auch auf der Straße möglich, weil beide Hersteller diese kompromisslosen Fahrzeuge als straßenzugelassene Varianten der Serienfahrzeuge anboten.
Doch um den Evo geht es hier nicht. Erst im November…… Hier geht es um das kostengünstige Basisfahrzeug, das vor allem viel Raum bietet. Genauer gesagt um die Lancer Sportlimousine (Stufenheck also) in der Sonderedition “35 Jahre”.

Ich kann ja nicht immer nur für den durchschnittlichen Leser sowieso unerschwingliche Fahrzeuge testen. Klar liest man gerne (und sieht sich gerne Bilder an) von einem CLS oder anderen Premiumfahrzeugen. Aber es soll da draußen noch Leute geben, die ein Auto suchen, dass sie sich leisten können (nicht etwa Leasing mit anschließender Rückgabe) und das im Alltag alle auferlegten Arbeiten meistert. Also gehe ich mal einen neuen Weg und werde den Lancer so beschreiben und auf die Dinge eingehen, die für solche Kaufinteressenten entscheidend sind.

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Front Scheinwerfer Detailaufnahme

Design

Loben muss man den Lancer für die sportliche, kantige Schnauze. Sie sorgt dafür, dass der ansonsten eher klassische Lancer sich im Straßenbild von vergleichbaren Fahrzeugen abhebt und seine Selbstständigkeit bewahrt. Entscheidend ist bei einem Fahrzeug, dass einen hohen Absatz erzielen soll nämlich, dass es den Geschmack möglichst vieler trifft. Man denke an den VW Golf. Den Lancer wird immerhin im Rückspiegel jeder als Lancer erkennen und das ist gut so.

 

Innenraum

Die Ausstattung der Sonderedition umfasst schwarze Stoffsitze, die für meinen Geschmack etwas zu weich sind. Die Übersichtlichkeit und die Bedienung ist perfekt, sie gibt keine Rätsel auf. Komfortfeatures wie die Klimaanlage, Sitzheizung, USB-Anschluss für Musik werten den Innenraum zusätzlich auf. Ein abschaltbarer Airbag auf der Beifahrerseite und Isofix-Befestigung für Kindersitze sind natürlich auch an Bord. Einzig, dass der Lancer bei jeder Betätigung einer Funktion laut piept, ist etwas nervig. Besonders wenn hinten ein kleines Kind schläft. Ansonsten sitzen problemlos vier Erwachsene auch auf langer Strecke bequem im Lancer. Das viele Gepäck, das vier Erwachsene so dabeihaben, passt auch in den großen Kofferraum. Er ist schön hoch und wird kaum durch Karosserieteile wie beispielsweise bei anderen Fahrzeugen die Radkästen in seinen Innenmaßen reduziert. Bei Bedarf lassen sich natürlich die Rücksitze umlegen.

 

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Aussenansicht von hinten links, dynamisch

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Aussenansicht Heck mit Emblem und Rückfahrkamera

 

Besonderes Komfortfeature ist auf jeden Fall die Rückfahrkamera mit einem in den Rückspiegel integrierten, knackig scharfen Display. So stellt auch das Rangieren kein Problem dar. Der Lancer fühlt sich, wenn man ihn fährt, aber sowieso kompakter an als er tatsächlich ist und vermittelt immer das Gefühl, dass man sich vor keiner Verkehrsherausforderung scheuen muss.

 

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Aussenansicht Front und Seite

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Aussenansicht Front dynamisch vorne links, Felge

 

Motor/Fahrwerk/Lenkung

Auch wenn der Lancer für den durchschnittlichen Fahrer ausgelegt ist, lasse ich es mir nicht nehmen, das Gaspedal auch mal kräftiger zu streicheln. Zu allererst ist man überrascht, wieviel Power der kleine Diesel im Lancer doch hat. Die Probleme, die man mit schwachen Kleinwagen auf der Autobahn hat – dass nämlich Überholmanöver zu einem Geduldsspiel werden – braucht man nicht zu fürchten: Selbst jenseits der 100 km/h besitzt der 1.8 Liter Turbo-Diesel eine hohe Elastizität. Mehr Leistung braucht man auf deutschen Straßen nicht. Einziger Wermutstropfen: Der Turbo tritt ab ca 1800 Umdrehungen gnadenlos und schlagartig in Kraft. Dadurch hat man während dem Beschleunigen beim Überschreiten der 1800 Touren immer diesen einen Moment, in dem der Lancer plötzlich an den Vorderrädern scharrt und versucht, die Kraft des Dieselmotors zu bändigen. An der Lenkung ist das stark zu spüren. Legt man nicht gerade einen Kavalierstart hin, ist dieses Problem aber belanglos.

 

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Innenraum mit Cockpit durch Beifahrerfenster

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Innenraum hintere Sitzreihe, Fond

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Innenraum Kofferraum mit E-Gitarre

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Innenraum Display im Rückspiegel für Rückfahrkamera

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Innenraum Mitelkonsole Klavierlack schwarz

 

Was bleibt hängen?

Zu allererst muss man sich vergegenwärtigen, dass man den Lancer so wie er hier gezeigt wird mit ein wenig Handeln mit Sicherheit für gut 17 bis 18000 Euro beim Händler bekommt. Als Neufahrzeug. Wenn man sich dann überlegt, dass man dafür eine vollwertige Limousine ersteht – ein Auto also, mit dem man auch lange Strecken komfortabel zurücklegen kann – und keinen Kleinwagen, so bietet Mitsubishi mit der Lancer Sportlimousine durchaus ein attraktives Gesamtpackage. Denn dabei muss man nicht einmal auf aktuelle elektronische Helferlein verzichten. Ich bin mit ihm alleine an einem Wochenende 1400km gefahren. Ohne am Ende vor Anstrengung umzukippen oder Kopfschmerzen zu haben. Ohne auf der Autobahn ständig in den Rückspiegel blicken zu müssen. Und mit einem sicheren Gefühl. Was will man von einem Auto mehr?

Mitsubishi Lancer Sportlimousine 1.8 DI-D “35 Jahre” 2012 Silbern: Review Urteil Bewertung Testresultat