Genfer Autosalon 2014: Lexus RC F, V8 Monster vs Infiniti Q50 Eau Rouge, V6 Biturbo

Lexus RC F Genfer Auto-Salon 2014, Bildquelle Sebastian Bauer

So wie es im Moment scheint kommen ziemlich schwere Zeiten auf die Fans von Sportlimousinen zu. Dass Sportlimousinen beliebt sind, daran besteht kein Zweifel. Ist es doch heutzutage technisch kein Problem mehr Fahrleistungen eines Supersportlers mit den Vorzügen von großen Limousinen zu vereinen. So kann man dann auch gemeinsam mit der 5-köpfigen Familie ne Corvette oder diverse andere Zweisitzer überholen.

Fahrevent Barcelona: Neuheiten in der neuen Mercedes E-Klasse (Mopf) 2013

Mercedes-Benz E-Klasse 2013 dunkelblau - E350 Limousine: Teaser Fahrzeugansicht

Über den neuen E63 AMG habe ich meine Gedanken ja bereits zu “Papier” gebracht. Allerdings wurde an dem Wochenende in Barcelona natürlich nicht nur die AMG-Variante gezeigt, sondern auch die Modellpflege der Limousine und des T-Modells. Mit einer dunkelblauen E350 Limousine war ich erst gemeinsam mit Robert Basic und danach mit Kai Bösel unterwegs. Eine Freundin, wie ich sie mit dem E350 Coupé zu einem besonderen Date ausgeführt hatte, war leider nicht zu greifen. Entsprechend ist dieser Bericht etwas nüchterner. :) Was alles die neue E-Klasse auszeichnet, möchte ich euch jetzt näher bringen.

Fahrbericht Honda Accord 2.2 i-DTEC TypeS: Wenn Samstags das Telefon klingelt

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Aussen Teaser

Prolog

 

Mal wieder unterwegs von A nach B? Viele Kilometer fahren? Fahren, fahren, fahren…

Entweder ihr verbindet positive Gefühle mit dieser Frage oder aber ihr verbindet schlechtes damit. Wer beruflich viel mit dem Auto fahren muss legt besonders auf die Langstreckenqualitäten wert. Fehlen diese, kann die Fahrt von A nach B gar keinen Spaß machen. Beispiel gefällig? Ist man untermotorisiert, so tendiert man dazu auf der Autobahn öfter in den Rückspiegel zu sehen als nach vorne. Besonders bei Überholmanövern. Gerade war die Autobahn noch frei, plötzlich hat man eine Limousine der gehobenen Mittelklasse im Nacken sitzen.

Ist aber das Auto genau darauf zugeschnitten, viele Kilometer auf die angenehmste Art und Weise zu fahren, so ist der Weg zum Ziel sehr angenehm. Und genau zu dieser Autokategorie gehört der Honda Accord Type S.

Wenn Samstags das Telefon klingelt…

 

Ein typischer Samstag. Da freut man sich darauf den Tag mit seiner Familie zu verbringen und dann kommt ein Anruf. “Hey, wir müssen uns dringend treffen. Es geht mir nicht gut. Laß uns bitte reden.”

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Aussen Vorne Links Panorama

Na klar, gerne können wir reden. 700km liegen zwischen uns, 688km um genau zu sein. Keine unüberwindbare Distanz, oder? Und überhaupt: Was tut man nicht alles für Freunde? Auf dem Weg dort hin viel Autobahn und kaum was spannendes am Straßenrand. Zwei bis vier Spuren graue Monotonität. Business as usual.

Ich muss am Telefon gar nicht hören was passiert ist. Der zittrige Klang der Stimme reicht aus. Also schnell die Schlüssel vom Tisch holen und in den Accord einsteigen. Zumindest ist die Strecke mit dem Accord mehr als erträglich. Ganz abgesehen davon, dass man nicht mal mit der Deutschen Bahn günstiger ans Ziel kommt, als mit dem sparsamen Diesel.

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Aussen Fahrerseite

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Aussen hinten links dynamisch

Seien wir mal ehrlich: Landstraßen fährt man doch meist selten. Besonders wenn man in der Stadt lebt. Über die Autobahn geht es immer schneller. Landstraßen sind – wie der Name es sagt – für Menschen, die auf dem Land leben. Will ich in eine andere Stadt fahren, bin ich von zuhause in 2km auf der A3, die A4 und A1 sind auch noch um die Ecke. Der Accord lässt sich dank vieler elektrischer Helferlein wie Rückfahrkamera, Park Distance Control, aber auch dank klassischer Features wie gutem Rundumblick und ordentlichen Aussenspiegeln sehr flink in der Stadt bewegen. Doch seine wahren Stärken zeigen sich auf dem deutschen Highway.

Also Motor starten, die ganzen nervenden Pieptöne und Hinweise nacheinander deaktivieren indem man sich anschnallt, den OK-Button des Navis einmal bestätigt und aus der Parklücke ausschert, und Gas geben. Der 2.2 Liter 4-Zylinder-Turbodiesel mit 180PS ist sehr durchzugsstark (380Nm). Beim Ampelstart kann man sich eigentlich immer von allen anderen absetzen. Schaltfaul darf man nur – klassisch Diesel – nach dem Anfahren nicht sein. Geht man nach den eingeblendeten Schaltpunktempfehlungen, bewegt man sich zum rauf- und runterschalten immer zwischen 1000 und 2000 Umdrehungen pro Minute.

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Aussen hinten rechts aus Froschperspektive, Felge

Ich liebe Honda für seine tollen manuellen Schaltungen mit dieser mechanischen Haptik beim Einlegen der Gänge. Beim Accord ist es da nicht anders als beim CR-Z. Das viele schalten übernehme ich gerne.

Bald schon bin ich auf der Autobahn. Gaspedal durchtreten und direkt mal rüber auf die linke Spur. Die aggressive, sehr eckige Form der Front hat ein hohes Überholprestige. Um das noch zu steigern, kann man die Scheinwerfer von Automatik auf An stellen und sich mit grellem Xenonblick durch die linke Spur fräsen. Kurvenlicht hat der Accord übrigens auch: Bei extremen Lenkwinkeln werden zusätzliche Lampen eingeschaltet, die in die Ecke leuchten.

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Aussen vorne links auf Abfahrt

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Aussen Scheinwerfer Detailansicht und Frontal von oben

Der halbautomatisierte Kilometerfresser

 

Was mich beim Accord Type S am meisten beeindruckt hat? Er liegt selbst bei 200km/h und mehr extrem solide auf der Straße. Nicht mal bei den Limousinen der deutschen Hersteller hatte ich bisher ein so ausgeprägtes Gefühl von Kontrolle. Auch wenn ich das schonmal irgendwo geschrieben haben sollte: Der Accord setzt diesem Gefühl noch ein Krönchen oben drauf. Grund für das Gefühl ist neben einem ausgewogenen Fahrwerk, dass stets Fahrbahnkontakt vermittelt, eine direkte Lenkung mit viel Rückmeldung von der Fahrbahn. Dazu noch Sitze, die mich auch nach 4 Tagen Dauersitzen nicht ermüden lassen und einen aufgrund der stark konturierten Seitenwangen immer mittig zentriert halten.

Sobald man sich an die Autobahn gewöhnt hat kommen die technischen Hilfen zum Einsatz.

 

Da wäre einmal der aktive (!) Spurhalteassistent LKAS. Er erkennt die Fahrbahnmarkierungen, bimmelt wenn man drüberfährt ohne geblinkt zu haben. Zusätzlich unterstützt er die Fahrt in der Spur durch Lenkeingriffe. Nähert man sich der linken Linie, gibt es einen sanften Lenkimpuls in die Gegenrichtung und vice versa. Bis zu einem gewissen Kurvenradius funktioniert es sogar ohne Hände am Lenkrad (Achtung! Gefährlich! Deswegen warnt auch eine Anzeige, dass man die Hände wieder ans Lenkrad nehmen soll. Ansonsten wird der Assistent deaktiviert.) Doch der eigentliche Sinn in diesem Feature ist, dass man ein klein wenig unterstützt wird. Die Lenkbewegungen des Fahrers ausgeglichen werden. Es fühlt sich dann so an als ob man ein wenig auf Schienen fährt. Oder aber perfekte Spurrillen verfolgt.

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Aussen Hinten Heck Nahaufnahme Typenschild Type S

Dann wäre da noch der Tempomat mit gekoppelter Erkennung des vorausfahrenden Fahrzeugs. (Adaptive Cruise Control ACC) Also einfach Tempomat an und den Accord von alleine bremsen und beschleunigen lassen.

Also, vergegenwärtigen wir uns nochmal die aktuelle Situation: Knapp 700km auf der Autobahn. Adaptiver Tempomat an. Spurhalteassistent an. Genug Sprit in einem Tank (laut Dsiplay) für 900km. Gefühl von Sicherheit. Bequeme Sitze. Sehr gut gedämmter Innenraum. Helligkeit und Geräumigkeit. Anlage mit Subwoofer.

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Aussen Fahrerseite Cockpit und Rückspiegel

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Innen Detailaufnahmen Klima und Tacho

Innenraum. My home is my… Accord

 

Verspricht also doch ein guter Samstag zu werden, oder? Nun gut, bis auf die Sache mit meiner Freundin. Das freut mich weniger. Aber bis dorthin kann ich entspannen. Musik hören (per USB-Stick in der Mittelarmlehne) oder Telefonate über die Bluetooth-Freisprecheinrichtung führen. Die lässt sich nur über Voice Commands einrichten. Beim CR-Z habe ich den Aufwand noch gescheut (die nette Dame spricht einem nach Falscheingabe jedesmal alle Befehle vor). Beim Accord habe ich recherchiert und bin auf eine Minisite gestoßen, die die Koppelung mit einem Handy in wenigen Schritten beschreibt. In die Bedienungsanleitung sehen ist mir bei Autos immer zu umständlich. Dazu muss man ja schon im Auto sein. Und dann will ich lieber losfahren.

Die nächsten paar Hundert Kilometer habe ich Zeit mir den Innenraum genauer anzusehen. Die Sitze aus perforiertem schwarzen Leder mit rotem Kontrast in den Löchern der Perforation (wie soll man das sonst beschreiben?) und Kontrastnähten kommen richtig gut. Note 1+. Keine weiteren Worte nötig. Das Armaturenbrett besitzt viele Tasten – zu viele für den ersten Kontakt – und zwei große Drehsteller für das MMI und die Lautstärke. Beim Drehsteller ist mir nicht klar, warum man zum Menuwechsel nur den oberen Teil verschiebt, während der gesamte restliche Regler an seiner Position bleibt. Ich will jedesmal das ganze Ding verschieben. Dazu ist das Display und vor allem das Design des User Interface veraltet. Das Navi benötigt mehr als eine Gedenksekunde, um den Maßstab zu ändern. Die Darstellung der Musikwiedergabe ist wenig intuitiv und mit Informationen völlig überladen. Das macht die Bedienung der 2-Zonen Klimaautomatik wieder wett. Die ist nämlich durch und durch intuitiv und die Klimaanlage arbeitet zugfrei und auf den Punkt. In den Worten von Melegim, die ja bei allen Testfahrzeugen mal mitfährt: “Endlich mal eine Klimaanlage die toll funktioniert. Nicht zu kalt und nicht zu warm und ich merke nichts davon, wie sie arbeitet.”

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Innen gesamtes Cockpit Weitwinkel

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Innen Detailaufnahmen Schaltkulisse und Zierleisten

Auch wenn Ablagen für mich nie so wirklich wichtig sind, sei an dieser Stelle erwähnt, dass der Accord jede Menge davon hat und die auch noch sinnvoll sind: Sonnenbrillenfach am Himmel, geräumige Seitenfächer in den Türen, tiefes Fach unter der Mittelarmlehne, zwei Cupholder davor, ebenfalls mit Deckel, zwei schmale Fächer für Brieftasche oder ähnliches vorne am Mitteltunnel, ein kleines Klappfach für Kleingeld und ähnliches links unterhalb des Lenkrads und eine große Ebene Fläche vor dem tief im Armaturenbrett versenkten Display. Handschuhfach gibt’s auch.

Das Ambiente im Inneren wird komplettiert durch blau hinterleuchtete Alu-Einstiegsleisten und rotem Licht in den Fussräumen beim Ein- und Aussteigen. Da Kofferraum auch irgendwie zu “innen” zählt, sei gesagt: Der Kofferraum ist sehr groß. Kinderwagen kein Problem und ich komme mit meiner Hand bei ausgestrecktem Arm und ganz nach vorne gebeugt nichtmal an die Rückseite der Rücksitze. Zwei Menschen könnte man damit verbuddeln fahren. Das tun wir aber nicht, wir eilen gerade einer Freundin zu Hilfe.

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Innen Kofferraum und Rücksitzbank mit Kindersitz, Isofix

Bei ihr sind auch wieder meine Gedanken. Bestimmt hat sich ihr Freund von ihr getrennt. Oder hat es mit ihrem Job zu tun, den sie so über alles liebt?

Ich mag anders. Ich bin auch anders.

 

Ich hatte beim losfahren leider keinen vollen Tank. Deswegen muss ich jetzt erstmal runter von der Autobahn und tanken. Bei dem Verbrauch (ich hatte über 1000km einen Schnitt von 6,7 Litern) ist das aber eher eine Freude als eine Fahrt zum Henker. Während ich so warte, dass der Tank mit dem Lebenselixier befüllt wird, kann ich mir den Accord mal von außen ansehen.

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Innen Makroaufnahmen Materialien Schaltknauf und Leder Sitze

Mit einem Wort lässt sich beschreiben was ich sehe: Er ist anders. Er sieht anders aus. Er ist kantig, scheint von vorne betrachtet nach unten hin einfach immer breiter zu werden. Auch von der Seite und von hinten nirgends Rundungen. Die sind ja bekanntlich sexy. Soll aber auch dazu gesagt werden: Ja, Rundungen sind sexy, weil sie weiblich sind. Doch keiner mag rundliche Männer. Männer sollen bitteschön kantig sein. Das Kinn, die Wangenknochen… Den Weg verfolgt der Accord. Also ein sexy Mann? Was für die Frauen? Hmm. Da kann mir bestimmt Kim-Christopher Granz von designlovr.net weiterhelfen. Mit den großen, wirklich schön designten Felgen wirkt er sportlich. Insgesamt aber, wie bereits gesagt, einfach anders. Den Accord verwechselt man nicht so schnell mit einem anderen Fahrzeug. Auch wenn er nicht wirklich aufregend designt ist. Aber wer will das bei einer Limousine schon? Limousinen sollen zeitlos und neutral sein. Alles andere ist doch den Coupés überlassen.

Der Tank ist voll, die Rechnung bezahlt. Apropo bezahlt: Der Testwagen kostet zwar happige 40.975€, der Einstiegspreis für den Accord mit gleicher Motorisierung liegt aber bei 29.500€. Viele Komfortfeatures sind dabei bereits Serie.
Weiter: Motor anlassen. Das Nageln eines Diesels wird nie was für mich sein. Damit kann ich mich einfach nicht anfreunden. Beim Anlassen fällt es beim Accord besonders auf. Danach hält sich das Motorengeräusch sowieso in Grenzen. Besonders wenn man einmal im 6. Gang angelangt ist. Der Motorsound verschwindet dann irgendwo im Fahrgeräusch, erzeugt von Wind und Reifen. Und das ist wiederrum im Innenraum bei geschlossenen Fenstern extrem niedrig.

Wieder auf der Autobahn gehe ich, nach dem schnellen Sprint auf meine Reisegschwindigkeit (8,7sec 0-100km/h, 220km/h Vmax), wieder in den halbautomatischen Modus. Übrigens lässt sich in drei Schritten einstellen, wie druckvoll gebremst werden soll, wenn ein vorausfahrendes Fahrzeug in Reichweite ist. In der sanftesten Stufe gleicht es dem, wie ich selbst bremsen würde.

Ankommen

 

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Aussen Felge Hinterrad hinten Rechts

Gleich geht’s runter von der Autobahn. Inzwischen mache ich mir wirklich Sorgen um die Freundin. Ich freue mich aber auch darauf sie mal wieder zu sehen, nach gut 7 Monaten. Nur könnte der Anlass ein erfreulicherer sein. Warum muss immer erst etwas schlimmes passieren, damit man sich die Mühe macht Freunde zu besuchen? Andererseits: Ich weiss ja immernoch nicht, was passiert ist.

Der Accord schafft es, eine solche Mammutfahrt sehr schnell vergehen zu lassen. Entspanntes Ankommen wird bei ihm groß geschrieben. Ich könnte immer noch hinter dem Steuer bleiben und fahren. Aber ich bin angekommen und jetzt gibt es wichtigeres als Autos. Ich klingele an ihrer Wohnungstür. Sie öffnet mir die Tür, mit einem zerknüllten Taschentuch in der rechten Faust. Breitet ihre Arme aus und umarmt mich.

Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S 2012 Blau: Bild Fahrleistungen und Bewertung

Ersteindruck Honda Accord 2.2 i-DTEC 180 Type S

Honda Accord Type S 2012 Blau: Ersteindruck

Seit gut einer Woche steht der Honda Accord Type S nun bei mir. Also gut Halbzeit. Grund genug mal meine bisherigen Eindrücke an euch weiterzugeben.

Ich mag Japaner. Immer mehr: Von Testfahrzeug zu Testfahrzeug. Bevor ich gebloggt habe bin ich nie Japaner gefahren. Es gab einfach nie den Anlass. Ich war genauso voreingenommen wie vermutlich alle anderen Leser einschlägiger Zeitschriften. Sieht dann so aus: Deutsch ist Premium, alles andere ist Mist. Stell sich heraus: Es ist gar nicht so! So ein Accord zum Beispiel fährt recht selten rum, aber kann wirklich was. Was man nämlich nicht vergessen darf ist auch noch der Preisunterschied zu Modellen europäischer Hersteller. Gut, mit knapp 40.000€ ist der von mir getestete Accord Type S nicht wirklich günstig. Er ist allerdings auch mit vielen Komfortfeatures ausgestattet. Die Details dazu gibt es erst im fertigen Hauptartikel zum Pressetestfahrzeug.

Also nur eine Art kurzer Steckbrief: Von außen finde ich ihn super, wurde auch schon von Passanten gelobt ob des tollen Autos. Von Innen gefällt der Platz, die Sitze, Lenkung und – natürlich – die Schaltung. Weniger gefällt die Haptik und das User-Interface des Infotainment-Systems. Der Motor ist kraftvoll, will diesel-typisch viel geschaltet werden. Das muss ich auch sagen: Ich gebe mir wirklich Mühe immer aggressiver zu fahren. Doch der Durchschnittsverbrauch geht nur immer weiter runter. Aktuell bin ich bei 6,9 Litern Diesel auf 100 Kilometer. Ärgerlich finde ich nur den Kofferraumdeckel der beim Öffnen bis nach oben gehoben werden will um nicht von alleine zuzufallen, dann aber beim Schließen natürlich von alleine zufällt. Aus Gewohnheit werfe ich ihn jedoch mit Schwung zu wodurch es einen unglaublichen Knall gibt. Zugeschlagende Tür eben. Man kennt es von den pubertierenden Kindern im Haus :) (Nicht dass ich welche habe)

Wirklich begeistert bin ich von den Langstreckenqualitäten. Es ist ruhig im Innenraum, selbst bei 200km/h hat man das Gefühl absoluter Kontrolle und die Sitze sind bequem.

Soviel für’s erste zum Honda Accord Type S. Demnächst gibt es dann den ausführlichen Fahrbericht. Wenn ihr nicht so lange warten wollt könnt ihr ja bei Björn alles über die “sportliche Dienstwagen-Alternative” lesen.

Kann auch als Vorbereitung auf meinen Artikel nicht schaden, denn Björn und ich haben grundlegend andere Herangehensweisen an und Sichtweisen auf ein Auto.