Fahrbericht Nissan 370z: Und es ward Liebe

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Teaser, Außen

verführen: Es traf am ersten tag
unentrinnbar, hier und jetzt,
mich dein antlitz.
durch berührung bereits gewonnen -
des gefühls erhabene präsenz,
streifte meine seele.

einnehmen: überall warst du
meinen blick erwidernd
meine hände fesselnd
meinen körper zu deinem verpflichtend

verlieben: nur eine andeutung
auf das, was mich erwarten mag
die gefühle im überschwall
unsortierbar, unter lichtem nebel
da kam mir ein gedanke
fest, eisern, unumstößlich

unauslöschbar: es ward liebe

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, außen, vorne rechts, weitwinkel

Früher habe ich hier auf meinem Blog gerne und viel über solche Dinge geschrieben. Einige finden sich in der Kategorie “Gedanken“. Doch seit ich über Autos schreibe, findet sich selten noch die Gelegenheit für die Art des Schreibens, die mir eigentlich am meisten Spaß macht (unabhängig davon, was ihr davon haltet). Dann kam der Nissan 370Z und ich konnte nicht anders. Dieses Auto ist… Es ist Liebe. Nein, es ist meine Liebe zu Autos. Es verkörpert genau das, was ich von einem Auto erwarte und was ich darunter verstehe. Gleichzeitig zeigt es eindrucksvoll, dass man nicht Preise jenseits von Gut und Böse zahlen muss, um ein großartiges Stück Automobil zu erhalten.

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, außen, rechte Seite, angeschnitten

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, außen, rechte Seite, Aussenspiegel, Blick nach hinten

Ich sage es vorweg: Ja, der Nissan 370Z ist das erste Auto, das von mir die volle Punktzahl erhalten wird. 10 von 10 Punkten. Oder wie die Amerikaner so schön sagen: A perfect ten.

Warum? Lasst mich euch mitnehmen auf eine kleine Reise ins automobile Paradies.
(An dieser Stelle möchte ich euch ein neues Feature vorstellen. Ich werde zum Artikel immer einen Song präsentieren, der meines Erachtens perfekt zum jeweiligen Auto passt. Den zum 370Z passenden Song findet ihr weiter unten rechts: “Nightcall” von Kavinsky)

Wenn ich an unserem Küchenfenster hänge, aus dem 3. Stock herabblicke auf den vor dem Gebäude geparkten 370z. Das immer wieder, auch wenn ich nur kurz etwas aus dem Kühlschrank holen muss. Versuche, sein Design zu ergründen. Wenn ich mich morgens voller Vorfreude in seine Sitze gleiten lasse und auf die schlichten, eleganten Armaturen blicke. Wenn ich ihn anlasse und mich auf das sonore Brummen freue. Die harte Kupplung trete und den Gang mit dem dicken Schaltknüppel in seine Position presse. Wenn er anschließend am Gasfuß hängt, wie eine Verlängerung des Kleinhirns. Jeden bloßen Gedanken an Beschleunigung sofort umsetzt. Wenn alles um mich herum surrt und brummt und zischt. Dann verliebe ich mich eben. Es geht gar nicht anders. Vor einem Lebewesen hat man Respekt. und für ein lebendig gewordenes Maschinchen kann man auch Gefühle empfinden.

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Triptychon, Vorderrad, Felge 19", Bi-Xenon-Scheinwerfer, Heckleuchte

Dann sind da noch die kleinen Dinge: Zum Beispiel ein leises Surren, nachdem man den Motor abgeschaltet hat -  wie ein Triebwerk, das noch herunterfährt. Oder die rot leuchtenden Zeiger, der mittige, riesige Drehzahlmesser mit Schaltpunktanzeige. Oder auch so etwas: Der Schaltknüppel, der bei Lastwechseln leicht nach vorne und hinten kippt, sich gegen meine Hand drückt, die kleinen Rundinstrumente auf dem Armaturenbrett….

Durch solch eigentlich banale Details wird das Auto zu etwas besonderem, erhält Charakter. Alle Hersteller streben nach Perfektion und drohen dieses eine wichtige Element zu verlieren. Perfektion ist ziemlich charakterlos. Fehler machen menschlich und müssen nicht schlecht sein. Nein, damit möchte ich nicht sagen, dass der 370Z Fehler hat. Es ist ein ausgereiftes Fahrzeug, Großserie, solide japanische Technik. Keine Frage. Doch könnte man es beim Fahren blind als 370Z erkennen. Sind solche Fahrzeuge vielleicht einfach Glückstreffer der Hersteller? Oder gibt es eine Formel, um einem Auto Charakter zu verpassen.

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Heck, Froschperspektive

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Innenraum durch Heckscheibe

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Heck Weitwinkel, Panorama

Wir entfernen uns hier aber auch schon wieder zu sehr vom eigentlichen Fahrzeug. Deswegen halte ich an diesem Punkt einfach fest: Der 370Z ist ein extrem charakterstarkes Fahrzeug. Doch dabei bleibt es nicht: Er ist auch noch leistungsstark, seine äußere Form verspricht nicht zuviel. Ein V6 mit 330PS werkelt unter der Motorhaube, schluckt bei meiner Fahrweise gerne mal 12,5 Liter auf 100 Kilometer, aber katapultiert mich dafür auch ins Autonirvana. Was das ist, fragt ihr euch? Das ist der Ort, an dem man einfach den Rest seines Lebens dort bleiben kann, wo man gerade ist: Auf dem Fahrersitz, am Steuer. Weil die Traktionskontrolle noch beim Beschleunigen aus dem 3. Gang aufleuchtet. Weil ich die Musik beim Verlassen der Autobahn abschalte, um den Motor zu hören. Also interessiert mich weder Verbrauch, noch sonstige Folgekosten. Der relativ niedrige Anschaffungspreis ist für mich jedenfalls Grund genug, plötzlich bei Autoscout immer wieder “Nissan 370Z” einzugeben.

Auf der Autobahn will der 370Z bei schlechtem Fahrbahnbelag gerne ein festes Händchen. Er fühlt sich an der Vorderachse leicht an, ich vermute aufgrund der auch bei hohem Tempo sehr direkten Lenkung und seiner Neigung, Spurrillen zu verfolgen (alle Autos, die ich liebe, machen das. Spurrillen scheinen toll zu schmecken). Doch die technischen Feinheiten überlasse ich anderen. Dafür habe ich mein Fahrzeugtechnik-Studium zu früh abgebrochen. Ich konnte den 370Z auch schon auf einem Handlingparcour fahren und war voll und ganz überzeugt von den Leistungen dieses Fahrzeugs. Der 370Z ist ein Tracktoy und ein Landstraßenrowdie. Nix für die lähmende, langweilige Autobahnqual.

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Heck angeschnitten

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Türgriff und Hinterrad

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Fightjet Fliegerkanzel

Was ich am Nissan 370Z ändern würde? Rein gar nichts. Aber einen Traum hätte ich: Dieses Cockpit, Motor, Fahrwerk, Getriebe, Lenkung in einer Nissan-Limousine. Damit ich bei einer Fahrt mit dem 370Z mich nicht zwischen meiner Frau und meinem Sohn als Begleitung entscheiden muss.

Und jetzt genießt einfach noch ein paar Bildeindrücke vom 370Z, seht danach das BYCAN-Testbadge mit der Endbewertung und den technischen Daten – und wenn ihr fertig seid: Auf zu Nissan und Probefahrt vereinbaren!

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Innenraum Sitze Orange

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Innenraum durch Frontscheibe

14_Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Innenraum Zusatzinstrumente Mittelkonsole

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts,Außen, Heck, dynamisch

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Außen, Vorne, Schräg auf Straße, Sonnenuntergang

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Außen, Vorne, Front, Nah, Xenonscheinwerfer

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Nachts, Außen, Vorne, Front, Nah, Lufteinlass, Froschperspektive, Xenonscheinwerfer

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Innen, Armaturenbrett, Cockpit, Nahaufnahme

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Innen, Armaturenbrett, Cockpit, Makroaufnahme Tasten linkes Zusatzinstrument, Display

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Innen, Armaturenbrett, Cockpit, Nachaufnahme 3 Zusatzinstrumente Staffelung, Öltemperatur, Batteriespannung, Digitaluhr

Nissan 370z Coupé Pack 2012 Gun Metallic: Testurteil, Review, Technische Daten, Grafik

Weitere interessante Artikel zum 370Z findet ihr bei mein-auto-blog, oder wenn ihr weitere tolle Bilder vom 370z wollt bei auto-geil. Außerdem noch bei rad-ab.

28 Gedanken zu “Fahrbericht Nissan 370z: Und es ward Liebe

  1. Pingback: Fahrbericht zum Nissan 370Z, das perfekte Auto : bycan

  2. Hi,
    sehr schöne Bilder von dem Testfahrzeug – fein in Szene gesetzt! Während ich dir beim “männlichen” Charakter dieses in sich perfekten Sportwagens recht geben muss, kann ich mich mit deiner Musikauswahl nicht anfreunden! Zu diesem Stück Automobilkunst gehört eindeutig härter Gitarren- und Bassklang, also eher ACDC oder Rammstein! Alles andere ist zu elektrisch :-)

  3. Hallo Patrick,

    vielen Dank für deinen Kommentar! Nun, ich selbst höre ja am liebsten Metal (und spiele auch eben diesen) und kann dir versichern: Auf Platz zwei der am besten passenden Songs lag “End of Heartache” von Killswitch Engage. Stimme dir also eigentlich vollkommen zu. Nur ist der hier genannte Song die Titelmelodie von “Drive” mit Ryan Gosling und – wenn man ihn im 370Z abspielt – passt es einfach. Sonst ist das auch nicht meine Musik. :)
    Übrigens: AC/DC passt immer, hauptsache oben offen!

  4. > Sind solche Fahrzeuge vielleicht einfach Glückstreffer der Hersteller?
    > Oder gibt es eine Formel, um einem Auto Charakter zu verpassen.
    Ich denke schon: Die Formel heißt “Konsequent”!
    Gerade in unserer jetzigen Zeit der Plattformstrategien, wo jede Plattform möglichst breit aufgestellt und möglichst viele Autotypen abdecken muss, macht jede Art von Individualismus den Charakter aus….Aber das ist schon fast ein gesellschaftliches Problem: Alle schwärmen von kantigen Charaktere, aber Keiner will damit leben – auch reinrassige Sportwagen müssen heute Settings haben, um als GT Komfortabilität zu vermitteln, haben spezielle Settings für Tracksessions um Racefeeling zu vermitteln…nicht umsonst sind so “eierlegende Wollmilchsäue” wie BMWs Sport Activity Coupés solche Verkaufsschlager…und man kann heute mit Elektronik eben viel machen – aber Charakter erzeugen eben nicht.

  5. @Kowalski: Also wieder weg von der Plattformstrategie? Hin zu – in der Produktion deutlich teureren – Einzelentwicklungen? Aber nein, du schreibst es ja: Solche Alleskönner verkaufen sich sehr gut. Sprich, die Hersteller machen alles richtig und Leute wie du und ich sind Exoten unter den Autofans? Interessanterweise findet sich auf motortalk, wo ich zu diesem Artikel verlinke, ein Kommentar, der aussagt, dass dieses Auto nicht perfekt sein kann. Es kann nur bei seinem eigenen Einsatzzweck perfekt sein, aber nicht grundsätzlich. Da musste ich auch zugeben, dass jemand, der Wert auf große Kofferräume legt, das Auto sicher nicht als perfekt bezeichnen wird. Aber kann das denn das Ziel sein? Massengeschmack?

  6. Hi Can,
    Nein, wieder weg von Plattformstrategien kann man keinem Autohersteller ökonomisch empfehlen!
    Der Mainstream will vor allem: ein günstiges Auto (man sieht es daran, wieviel -auch bei teuren Wagen- über den Preis verkauft werden) und die Autoindustrie liefert diese (realisiert u.a. über Plattformstrategien).
    Dem Mainstream reicht auch völlig ein Auto von der Stange (Hauptsache in 3 Jahren gibt es wieder ein Neues) und die Autoindustrie liefert welche von der Stange (die möglichst viele Einsatzzwecke abdecken).
    Ich sehe das ähnlich wie du und würde sogar sagen: Auto”fans” sind/werden Exoten. Der Mainstream ist “A-nach-B-Fahrer” (mit all seinen Varianten)….
    …und ein Wort zu dem Motortalk-Kommentar: Natürlich ist der Nissan nur für seinen eigenen Einsatzzweck perfekt, ABER GENAU DESHALB (und hier schließt sich der Kreis wieder zu den ersten Kommtaren) hat er ja Charakter, den man in anderen Wagen so oft vermisst. Er will es eben NICHT jedem recht machen, sondern (ganz philosophisch ausgedrückt:) er geht seinen Weg!
    ….und zu deiner abschließenden Frage, ob Massengeschmack das Ziel sein kann. Für Autohersteller: Ja (denn das sichert das ökonomische Überleben), für Non-Mainstreamkunden wie mich: Nein, denn ich will ein (möglichst individuelles) Auto mit Charakter (das NICHT jeden Einsatzzweck abdeckt und NICHT jeder nachvollziehen kann).

    BTW zu deinem ursprünglichen Artikel nochmal: ich bin immer wieder über deine tollen Bilder begeistert! Kompliment!

  7. Hallo Kowalski,

    eigentlich ist es ja auch ganz gut so, oder? Dass nicht jeder sich das wünscht, was wir bei einem Auto suchen.
    Ich merke auch, dass das Interesse an Autos inzwischen (oder heutzutage) in eine ganz andere Richtung geht. Wir haben in ein paar Wochen einen Auftritt mit einer anderen Band. Die haben 5 Mitglieder, alle Studenten, keiner von denen hat einen Führerschein. Kann man sich das vorstellen? Also ich nicht. Carsharing kommt auch immer besser an. Meine Güte. Wir sind Exoten!!

    Vielen Dank für dein Lob! Ob man es glaubt oder nicht: Ich freue mich riesig wenn ich so positive Resonanz bekomme.

    Viele Grüße

  8. Hi Can,

    Oh! Das kann ich nur unterstreichen:
    Als ich (vor 3 Jahren) nach Berlin gezogen bin und mir die Leute gesagt haben, dass 43% aller berliner Haushalte nicht mal ein Auto haben, konnte ich es nicht glauben. Mittlerweile ist auch das für mich völlig normal…und ich kenne mittlerweile so viele Berliner, die nicht mal einen Führerschein gemacht haben (unvorstellbar für mich, der auf einem Dorf aufgewachsen ist und der Führerschein die Basis der eigenen “Unabhängigkeit” darstellt)….
    …mir ist auch klar, warum jeder Autohersteller sein Carsharingprogramm in Berlin pilotiert (ich glaube Mercedes ist mit Car2Go die einzige Ausnahme, da der Pilot -meines Wissens- in Ulm war)..
    Generell ist auch nichts gegen die Entwicklung einzuwenden (Time changes – That´s a fact), was mich daran etwas stört, ist -aber da werde ich jetzt “off topic”, weil dies nicht nur für Autos, sondern viele Bereiche der Gesellschaft betrifft-, dass nicht mehr “Werte geschaffen/erhalten werden”, sondern dass einfach nur noch “konsumiert” wird: Autos werden für 3 Jahre geleast und dann durch das nächste Leasingfahrzeug ersetzt…auch bei neueren Statussymbolen wie das iPhone: kommt eine neue iPhone-Generation raus, wird das Alte abgestoßen und durch das Neue ersetzt….da lobe ich mir die Generation meiner Eltern, die sicherlich nicht so viel “Werte” hatten, die aber nachhaltig erhalten haben …
    ….aber genug “Off Topic”…

  9. Hallo Kowalski,

    tatsächlich zeichnet es sich schon seit Jahren ab: Wir entwickeln uns zu einer Gesellschaft ohne eigenes, persönliches Hab und Gut. Die jungen Leute haben kein Problem mehr damit ihre Privatsachen (wie zb Auto) mit anderen zu teilen. Keiner scheint noch etwas wirklich kaufen zu wollen um es zu besitzen. Auch wenn das bei Dingen wie Autos traurig ist, wird es als positive gesellschaftliche Entwicklung gesehen. Alles gehört allen und jeder teilt alles mit jedem. Dadurch hat jeder auch mehr Möglichkeiten in seinem Leben.
    Ich könnte mir nicht vorstellen mein Auto alle zwei Jahre zu wechseln um das neueste zu haben. Ich brauche das “meins” Gefühl und die Geschichte hinter jeder Schramme.

  10. Hi Can,

    …ja ich weiß – auch Zukunftsforscher wie Matthias Horx oder Roy Hammond propergieren lautstark die Entwicklung zur “Gesellschaft ohne eigenes, persönliches Hab und Gut” (und führen auch immer das Auto-Beispiel an), aber ich sehe das NICHT so. Ich vermute, dass sie das Thema so stark “hypen”, um auf ihre Publikationen aufmerksam zu machen, denn das Ganze erinnert mich stark an die 90er Jahre, indem in jedem BWL-Buch zu lesen war, dass das “papierlose Büro” unumgängilich kommen wird. Fazit: Wir warten immer noch darauf.

    Nein, ich glaube “Hab und Gut zu besitzen” ist ein menschliches Verlangen/Ziel, dass viel zu tief verankert ist.
    Klar – der Trend zum AUTOkauf geht zurück, aber doch nicht, weil man kein Hab und Gut mehr besitzen will, sondern weil das Statussymbol Auto in der Bedeutung immer weiter nach unten rutscht. Die neuen Statussymbole wie z.B. das iPhone werden weiterhin gekauft. Oder kuck dir den Run auf City-Immobilien/Eigenheimen an…oder anderes Beispiel: Sag mal einem Jugendlichen: “dein Facebook-Account läuft nach 3 Jahren aus und dann bekommst du jeweils einen neuen Account” – Das Geschrei wäre groß!!!….

    Die Problematik ist -meiner Einschätzung nach- nicht, dass die Gesellschaft sich jetzt so wandelt, dass Bedürfnisse wie “Besitz” in Frage gestellt werden, sondern, dass wir (bei unseren neuen Statussymbolen und Werten) mit zu wenig Nachhaltig agieren!!!
    Und um bei dem Thema “Auto” zu bleiben (damit ich nicht völlig abdrifte): Wir tun zwar alle ganz aufgeklärt, alles ist Öko und Grün,… aber da kommen so platte Kampangen wie die “Abfrackprämie” und jeder verschrottet seinen Gebrauchten und kauft einen Neuwagen ohne dabei einmal eine umfassende Ökobilanz (Energieverbrauch für Neuwagenbau (incl. Verschiffung, Transport, etc.) Energieverbrauch für Verschrottung, Rohstoffverbrauch für Neuwagen, etc….) für sich zu erstellen….
    = Wir denken zwar, wir agieren ökologischer als die Generation unserer Eltern, aber -meines Erachtens- hat unser Konsumverhalten die Wegwerfgesellschaft schon so inhaliert, dass wir sie gar nicht mehr wahrnehmen (vor allem nicht, wenn sie so einen grünen Ökoanstich bekommt wie im Moment)….

    ….Ups! Völlig verquatscht! Sorry dafür! Can – Tu mir grad den Gefallen, mich auf diesem Tweet zu sperren, sonst finde ich hier gar kein Ende ;-)))

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  13. Hallo Can,

    ich bin gerade dabei, mir die Wartezeit auf meinen 370Z (Roadster) zu verkürzen und bin per Zufall auf Deinen Blog gestossen: Ich bin begeistert von Deinen Bildern und der Emotionalität , die Du in die Beschreibung des Wagens einfliessen lässt: Ähnlich habe ich empfunden, las ich das Fahrzeug – fast zufällig – fahren konnte.

    Morgen ist es soweit und: You made my day!

    Viele Grüsse!

    Helmut

  14. Hallo Helmut,

    gehe ich dann richtig in der Annahme, dass du deinen Roadster nun bei dir hast? Möglicherweise sogar darin geschlafen hast heute Nacht? :P Ich danke dir aufrichtig für deinen Kommentar, es freut mich sehr, dass du gefallen am Artikel und den Bildern hattest. Als nächstes kommt übrigens der Fahrbericht zum Toyota GT86… dürfte dich als brandneuen 370Z Besitzer ja durchaus interessieren!

    viele Grüße und allzeit gute Fahrt
    Can

    PS: Für mich würde auch nur der Roadster in Frage kommen :)

  15. Hallo Can,

    vielen Dank für Deine guten Wünsche, ich bin total verliebt in den Wagen. Er tut das, was er soll, richtig toll: Spass machen ohne verkrampfte Kompromisssuche! Darin geschlafen habe ich noch nicht und ich hoffe auch, das mir das nicht ungewollt mal passiert (wäre ein kurzer Schlaf).

    Den Toyota GT86 hatte ich auch auf der Agenda, ein Roadster war/ ist ja angekündigt. Nachdem ich dann die Studie dazu gesehen habe, war mein Interesse weg. Ich warte gespannt auf deinen Fahrtbericht!

    Viele Grüsse,

    Helmut

  16. @Helmut

    Hallo Helmut,
    Echte Männer schlafen auch in Zweisitzern ;) Nein, Scherz beiseite: Lieber ein Zelt im Kofferraum!
    Was hat dir denn an der Studie nicht gefallen? Mein Fahrbericht zum GT86 ist übrigens online. Viel Spaß damit!

    und …psssst… der 370Z ist doch noch eine wiiinzige kleine Ecke geiler, hast also alles richtig gemacht :)

    viele Grüße
    Can

  17. Als ich meinen 370z Roadster vor zwei Monaten kaufte, war da eine gehörige Portion Spontaneität dabei. Eine ziemlich kurze (begeisternde) Probefahrt und einiges an Internet-Lektüre – das war´s!
    Das beinhaltet natürlich die Gefahr des Bereuens der Entscheidung. Vor allem, da ich nicht über die Fähigkeit verfüge, mich froh zu reden. Dem ist aber gar nicht so und deshalb möchte ich hier einmal für all jene, die mit dem Gedanken an die Anschaffung eines 370z Roadster spielen schildern, wie ich mein Auto jetzt sehe, nach der ersten Anschaffungseuphorie!

    Das Design fasziniert mich nach wie vor. Aus jeder Perspektive wirkt der Wagen stämmig und kraftvoll, das Design arbeitet mit Proportionen und wenigen Linien, die aber alle so wirken als ob Sie dort und nirgendwo anders verlaufen sollten. Kein Vergleich mit dem oft wirren Sammelsurium an Sicken, Kanten und Zierelementen vieler Neuerscheinungen, das dem fundamentalen Irrtum zu entspringen scheint, die Qualität eines Designs steige proportional zur optischen Unruhe eines Entwurfs.

    Wichter aber ist natürlich das Fahren an sich. Also machen wir uns auf den Weg:

    Die Tür zum „Arbeitsplatz“
    schließt satt – aber irgendwas piept dann eigentlich immer. Der 370z ist sehr kommunikativ, der Wunsch nach einen Knebel ist mir schon gekommen. Der Innenraum wirkt hochwertig bis auf wenige Details, die gerade darum um so ärgerlicher sind. Das Mäusekino namens Bordcomputer zum Beispiel, das irgendwie mittels Zeitsprung aus den frühen neunziger Jahren den Weg in ein ansonsten ansprechendes Cockpit geschafft hat. Irgendwie scheint das auch Nissan zu dämmern, immerhin versucht man beim Facelift mittels schwarzer Blende zumindest optisch etwas Abhilfe zu schaffen. In die gleiche Kategorie fällt die Digitaluhr als eines der drei prominent über der Mittelkonsole sitzenden Zusatzinstrumente. Das wäre ein schöner Platz für eine Öldruckanzeige oder zumindest eine Analoguhr gewesen. Es ist da kaum ein Trost, dass man bei Sonneneinstrahlung sowie nichts von dieser Anzeige sieht. Aber wie gesagt, der Gesamteindruck des Innenraums ist sehr wertig mit einer tollen Haptik und ansprechender Gestaltung.

    Jetzt aber die Kapuze weg! Das Betätigen des entsprechenden Schalters wird mit einem Konzert an Schnarr- und Surr-Geräuschen belohnt, die abschließend vom Klang eines herunterfallenden Klodeckels gekrönt werden – die Klappe ist zu, das Verdeck ist auf! Genug der Akustik-Nörgelei, der Druck auf den Startknopf lässt die Zeiger von Drehzahlmesser und Tacho freudig nach oben zucken und ein kräftiges Brummen sagt mir guten Tag, anfangs gelegentlich unterbrochen von der einen oder anderen Vibration, einem gelegentlichen leichten Schütteln. Ist schon klar, der Weg durch 3,7 Liter Hubraum ist weit und da stolpert man als Kolben schon mal…

    Beim rückwärts ausparken freue ich mich jedes Mal über die Rückfahrkamera, ohne diese käme dieser Vorgang einem Blindflug gleich. Aber der Blick in die Rückspiegel erfreut trotzdem. Die muskulösen Kotflügel und Höcker auf der Verdeck-Klappe lassen keinen Zweifel an der Intention dieses Autos…

    Das Einlegen des ersten Gangs geschieht gegen einen leichten Widerstand, von Beginn an ist Kraft genug vorhanden, ein sonores Wummern belohnt den Tritt aufs Gaspedal. Der Vorgänger soll akustisch präsenter gewesen sein aber ob ich das wollen würde? Wer weiß. Ich finde den Klang kräftig und wohlklingend.

    Die Lenkung ist sehr angenehm direkt und nach dem gleichen Muster gestrickt wie Kupplung und Schaltung (ich habe einen manuelle Schaltung): Ein bisschen Arbeit tut auch beim Autofahren nicht weh, man merkt was man tut und bekommt Antwort. Vom Auto. Von der Straße.

    Der Geradeauslauf ist für einen Wagen mit dieser Bereifung fantastisch. Wer jemals einen BMW Z4 (E85) mit 19 Zoll-Runflat-Mischbereifung gefahren ist, kann meine Begeisterung verstehen. Wenn ich dann über die Landstraße zische, sehe ich im Rückspiegel die Antenne hin und her wackeln wie die Rute eines geilen Rehpinscher-Rüden. Ich mag Hunde, aber deren wackelnde Schwänze haben auf meiner Kofferraumklappe nichts zu suchen. Das werde ich ändern. Mein Blick streift über die lange Motorhaube (jajaja, man sieht richtig viel Motorhaube!!!) und ich erfreue mich an den kraftvoll wirkenden Ausbuchtungen. Der Fahrkomfort verdient trotz straffer Abstimmung diese Bezeichnung tatsächlich noch. Der Wagen liegt satt und scheint sich auf jede Kurve zu freuen.

    Wirklich auffallend sind die Verwindungssteifheit und die Verarbeitungsgüte der Karosserie. Unabhängig von der Güte des Straßenbelags gibt es kein Klappern und kein Knistern, der Wagen wirkt wie aus dem vollen geschnitzt!

    Ein längs verstellbares Lenkrad wäre im Prinzip kein Fehler und wäre ich 5cm grösser (ich bin 1,83 m), wüsste ich vielleicht nicht mehr wohin mit meinen Beinen. So aber sind Sitze und Sitzposition für mich ideal, man verschmilzt mit dem Fahrzeug. Beim Durchblättern des Prospekts hatte ich die klimatisierten Sitze noch schulterzuckend als dekadent und überflüssig abgetan, eine einzige Fahrt bei Sonnenschein hat mich eines besseren belehrt. Inzwischen würde ich eher auf die Sitzheizung als auf die Klimatisierung verzichten.

    Was aber gibt es am Fahren als solches zu kritisieren? Ganz einfach: Nichts. Der Wagen macht in jeder Hinsicht an. Lenkung, Bremsen, Fahrwerk: Besser geht es für mich kaum. Der Motor läuft natürlich nicht so seidenweich wie die Reihensechser von BMW aber die zeitweise kritisierte mangelnde Drehfreude „obenraus“ ist jammern auf hohem Niveau. Ich bin wesentlich teurere Konkurrenzprodukte gefahren, die in Summe weniger Freude bereiteten. Der 370z ist noch ein Auto das gefahren werden will und sich nicht bemüht, den Fahrer von der Straße zu entkoppeln.

    Bei jeder Fahrt wundere ich mich darüber, dass man ihn so selten sieht.

    Jedes Mal wenn ich mich meinem Fahrtziel nähere ertappe ich mich dabei, das schade zu finden. Wenn ich dann den Wagen eingeparkt habe, bleibe ich manchmal noch einen Moment sitzen und höre dem Wagen zu, wie er sich entspannt, ja, das hört man! Es war wieder eine tolle Fahrt auch wenn ich manchmal den Eindruck habe, ein bisschen was gearbeitet zu haben…

    Ergänzung: Wenn ich aussteige piept eigentlich immer irgendwas. Wie gesagt: der 370z ist sehr kommunikativ.

    Das war jetzt ein langer Bericht, den ich eigentlich fürs 350z-Forum geschrieben habe…

    Viele Grüsse,

    Helmut

  18. @Helmut Hallo Helmut,
    Mensch, das freut mich aber, dass du mich nicht vergessen hast! Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht aus erster Hand. Besitzer eines Autos zu sein ist immer etwas völlig anderes als es für ein paar Wochen zu fahren. Denn das Geld für das Auto kommt dann aus der eigenen Tasche und für dieses Geld will man auch etwas haben. Umso beeindruckender dein durchwegs positives Urteil.
    “Bei jeder Fahrt wundere ich mich darüber, dass man ihn so selten sieht.” ja, das denke ich mir auch immer wieder. Ich würde ihn gerne mal im Rückspiegel oder direkt vor mir entdecken, aber man sieht ihn höchstens alle zwei Wochen mal auf einem Parkplatz. Mit dem Hyundai Genesis Coupé ist es nicht anders. Das soll wohl in Deutschland demnächst komplett vom Markt genommen werden.

    Ich gratuliere dir nochmals zu deinem Kauf und hoffe, dass du ihn lange behalten wirst. Und in 30 Jahren hast du einen absoluten Klassiker in deinen Händen – da führt für den 370z m.E. gar kein Weg dran vorbei.

    Es gibt doch nix schöneres, als sich Abends kurz vor Feierabend auf das Auto zu freuen, oder? :) Daran mache ich immer fest, ob mich ein Pressetestfahrzeug wirklich fesselt oder nicht.

    Viele Grüße
    Can

  19. @dajana
    Vielen Dank für das Kompliment! Na, ich hätte auch nix gegen eine Colabo, allerdings wäre da die räumliche Distanz und wir Blogger nagen ja bekanntlich am Hungertuch ;)

    lg
    Can

  20. Pingback: Advertorial: Nissan 370z Nismo – Perfekt dosiertes Zwischengas vollautomatisch [Teil2] | BYCAN Autokultur-Blog

  21. Pingback: » Test & Fahrbericht: Nissan 370Z Coupé – Blogschau - autoaid.de blog

  22. Super Bericht.Schon mehrfach gelesen.Ein Hammer Wagen,den ich endlich nächste Woche mein eigen nennen darf!

  23. @Jens:
    Dankeschön, das freut mich sehr! Dann dürfte die nächste Woche wohl lange im Gedächtnis bleiben! :) Welche Farbe soll er denn haben? Und Roadster oder Coupe? Wünsche dir mit deinem neuen Flitzer (der immernoch auf Platz 2 meiner Alltime-Charts ist) allzeit viel Spaß!

    viele Grüße
    bycan
    PS: Würde dir jedoch dann eher nicht empfehlen den Artikel von heute von Sebastian Bauer zu lesen. Er zeigt ein Video in dem zwei unwichtige Schauspieler einen 370Z Nismo mutwillig seiner Kupplung entreißen. Deutsches Qualitätsfernsehen und so. http://passiondriving.de/2014/01/31/komm-wir-schrotten-uns-ein-presseauto-niveaulimbo-bei-grip/

  24. Hallo, mein erster Tag Zettie liegt hinter mir.Leider war schlechtes Wetter.Habe trotzdem jede Möglichkeit genutzt,daß er sich entfalten konnte.Einfach nur Spaß.Wenn man manches liest:Von unten raus zu träge zu schwer und und.Vielleicht war die Handbremse angezogen:Hey Freunde daß Ding geht Hammer!Wer Gedenkt Ihn zu kaufen,sollte nicht den Fehler machen und Ihn Probe fahren.Dann hat man verloren!Danke und Grüße

  25. So und nun die Antwort auf die vorherigen Fragen.Ein weißer GT Coupé Automatik.

  26. @Jens:
    Von unten raus zu träge zu schwer…. wer sagt das denn nur? Kann ich auch nicht nachvollziehen. Freut mich dass dir dein neuer Flitzer Spaß bereitet. Hast du die Automatikversion bewusst gewählt und wenn ja: Was sind für dich die ausschlaggebenden Gründe?

    viele Grüße
    bycan

  27. Also wie gesagt man liest und informiert sich viel.Leider wird immer viel genörgelt.Mann soll einfach mal sehen was es fürs Geld gibt.Von einigen Schwächen die ich gelesen habe,die trüben nicht den Fahrspaß.Gut,unter 15 Liter geht nix bei mir.Am Besten ist der 7 Tage Test von Kabel Eins:Frechheit.Also wir gesagt ich bin mehr als zufrieden.Die Automatik habe ich wegen Knieproblemen gewählt,ist einfach angenehmer.Tut der Fahrfreude keinen Abbruch.

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